Woofen, das bedeutet ca. 4 Stunden arbeiten um dafuer bei einer Familie essen und schlafen zu duerfen. Dabei spart man Geld und bekommt auch gleichzeitig eine gute Portion Kultur. Deswegen habe ich mich nach Kaeng Kroh in der Mitte Thailands aufgemacht, um bei Isara, einem sehr netten thailaendischem Farmer Lehmhaeser zu bauen. Geschlafen habe ich in einem Lehmhaus, aus dem man manchmal ziemlich grosse, gruselige Insekten herausjagen musste. Die Fenster waren Loecher in der Wand, geschlafen wurde auf einem Bambusgestell mit einer Matratze obendrauf und gegessen auf einer Matte auf dem Boden.
Abgesehen davon bekam ich einen Einblick in die Lebensweise auf dem Land. Zeit scheint hier keine grosse Rolle zu spielen. Man erledigt die Dinge heute und wenn man es nicht schaft gibt es ja auch immer noch ein morgen, also, keine Eile. Hektik kennen die Dorfbewohner nicht. Wenn sie einen Menschen rennen sehen, bleiben sie stehen und fragen diesen, was passiert ist und ob sie ihm irgendwie helfen koennen. Manche Kinder werden von ihren Eltern unterichtet und helfen den ganzen Tag auf der Farm. So sah ich immer Kinder die strahlend (!) vor dem Herd standen, Feuer machten, Holz suchten etc.
Morgens um 9 rief Ned, der 13 jaehrige Sohn Isaras zum Fruehstueck. Er kocht es selber und hat dabei einen riesen Spass. Spaeter moechte er mal Koch werden.
Anschliessend wird 2,5h an einem Lehmhaus gearbeitet. Danach gibt es wieder koestliches Mittagessen von Ned und dann hat man erst einmal Freizeit bis um 16:30.
In dieser Freizeit kann man lernen wie man Matten herstellt, Reis erntet, im See „duschen“ gehen, die kleine „Stadt“ erkunden oder einfach nur chillen.
Um Weihnachtsplaetzschen und Brot zu backen, haben wir einen eigenen Lehmofen in unserer Freizeit gebaut. Leider hatten wir am Ende keine Zeit mehr um ihn wirklich zu nutzen, aber er funktioniert!
Also, Papa und Ulrike, wenn ich wiederkomme habe ich schon Plaene fuer ein kleines Gartenhaus fuer Gaeste und Parties xD.
How to build a Mudhouse:
Zunaechst einmal muss man den Boden nass machen. Anschliessend laeuft man solange darauf herum, bis man eine perfekte Matschkonsistens erreicht. Dann gibt man ein bisschen „Hask“, das sind Teile einer Reispflanze, hinzu und fuellt die Mischung in eine quadratische Form . Nun muss das ganze 6 Tage bis 3 Monate (je nach Sonneneinstrahlung) trocknen. Fertig sind die Steine fuer das Haus. Diese stapelt man nun ganz normal aufeinander und benutzt – surprise, surprise – Matsch um das ganze zu verbinden und zu verputzen. Wenn dies dann wiederum getrocknet ist kann man es mit Farben, die man aus der Natur gewonnen hat, anmalen und verzieren :).
Kosten: niedrig
Spassfaktor: hoch
Nutzen: hoch
klickt man auf die Bilder, gelangt man in die Galerie. klickt man dann noch einmal, so sieht man die Bilder vergroessert
- so sieht unser Zimmer aus
- ungewollte Besucher im Mudhaus
- selbstgemachte Donuts- lecker!
- per Anhalter auf den Pick-Up
- per Anhalter geht es zurueck in die Stadt
- So stellt man sein eigenes Waschmittel aus Starfruits her
- wir am „duschen“ ๐
- die Kinder schauen uns verwundert beim „duschen“ zu
- Abendessen ๐
- Ilmi am verputzen
- Matsch herstellen ๐
- Sofa herstellen
- Sonnenuntergang mit Mr Isara
- Toilettenhaus
- Noal am kochen
- Matte herstellen
- Fruechte sammeln um eigenes Waschmittel herzustellen
- selbstgemachter Ofen ๐
- ich als Maurer




















